Jennifer Röhr zum dritten mal Jahr in den USA

July 26, 2010

Schon den dritten Sommer verbringt Jennifer Röhr von den Heartlinern aus Ludwigshafen am Rhein bei den Bosten Crusaders in den USA. 2010 wird für Jenni definitiv die letzte Saison bei einem der Top Corps der DCI Premier Class sein. Mit 21 Jahren ist Schluss. Man nennt diese Altersbegrenzung „age out“.


Sich seinen Traum in den USA zu verwirklichen, erfüllen sich immer mehr Europäer. Was vor 10 oder 15 Jahren noch eine Topmeldung, insbesondere in der deutschen Drum Corps Szene gewesen war, ist heute bestenfalls noch eine Randnotiz.

Auch wenn sich die Top Gruppen in den USA den Europäern weit geöffnet haben, die Anforderungen sind geblieben. Sie waren schon immer sehr hoch und so wird es bleiben. Wer in die Top 10 kommen will, muss sich diesem harten Wettbewerb auch stellen.

Wer glaubt, dass die Drum Corps Vereine in Europa einen teilweise harten und entbehrungsreichen Trainingsalltag erleben, der hat absolut recht. Aber gemessen an den Strapazen, die in der US Premier Class auf einem warten ist Europa eine ganz andere Welt.

Wie läuft das ab?
Die Gruppen sind während der Sommerferien drei Monate auf Tour quer durch die vereinigten Staaten. Auf Tour sein heißt, reisen und leben in einem Bus, immer auf dem gleichen Sitzplatz und immer mit dem gleichen Sitzpartner. Das Training beginnt früh morgens und endet am Tag, an dem ein Wettbewerb stattfindet am Nachmittag. Es spielt keine Rolle ob es dabei 10, 20, 30 oder 40 Grad warm ist. Es gibt kein Wetter für Drum Corps. Nach dem Training, fertig machen für die Show. Essen, duschen, umziehen, schminken und volle Konzentration.

Drei Monate lang absolvieren die Gruppen im Schnitt jeden zweiten Tag einen Wettbewerb und immer in einer anderen Stadt. Nach der Show besteigen die über 130 jungen Musiker (pro Verein) und Tänzer ihre Busse. Weit nach Mitternacht schlafen sie dann in den Bussen für ein paar Stunden, bis zur nächsten Stadt. Ankunft an einem neuen Ort. Das Aussteigen aus den Bussen und das schleppen der Sachen, welche man drei Monate lang immer dabei hat geht vollautomatisch. Der Boden einer Turnhalle, auf dem man sich dann morgens um 5:00 Uhr legt kommt einem dann vor wie das Bett eines fünf Sterne Hotels. 8:00 Uhr morgens. WAKE UP CALL. Und das ganze wieder von vorne. Tag für Tag, Stadt um Stadt bis zum großen Finale.

Jennifer sagt, man muss es einfach wollen um es auch durchzustehen. Es ist dein ganz persönlicher Kampf. Wenn du Ihn gewinnen willst, dann gewinnst du Ihn.

In Ihrem letzten Jahr in den USA wird es für Jenni einen großen Bahnhof geben. Jennis Mutter Jasmin, Papa Tom, ihre jüngere Schwester Vanessa mit Freundin Sabrina besuchten Jenni schon im Juli für 10 Tage. Im August werden 11 weitere Heartliner Jenni anfeuern, wenn es im Stadion heißt. „Boston Crusaders, you may enter the field in comptition“.

Jennifer ist Vorbild für immer mehr junge Heartliner, welche immer lauter davon träumen, einen Sommer in den USA zu verbringen.

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